Neues Förderprogramm: Laden im Mehrparteienhaus
Das Bundesministerium für Verkehr plant, Bewohnerinnen und Bewohnern in Mehrfamilienhäusern den Besitz eines Elektroautos zu erleichtern. Dafür sollen zusätzliche Lademöglichkeiten gefördert werden.
Warum Förderung hier so wichtig ist
Das ist aus unserer Sicht auch dringend notwendig. Denn ohne eine zugängliche Lademöglichkeit am Wohnort bleibt das Elektroauto für viele schlicht unattraktiv.
Gleichzeitig sind die Investitionskosten für Eigentümer und Wohnungseigentümergemeinschaften (WEGs) oft eine Hürde, denn diese fallen im Mehrparteienhaus oft deutlich höher aus als im Einfamilienhaus. Der Grund: Während die Haustechnik und der Hausanschluss typischerweise im Keller liegen, befinden sich die Stellplätze häufig in einer Tiefgarage oder auf einem außenliegenden Parkplatz. Die notwendige Verkabelung über diese Distanzen treibt die Installationskosten deutlich in die Höhe.
Was wird gefördert?
Das Förderprogramm richtet sich an drei Zielgruppen: WEGs und deren Mitglieder, KMUs sowie Privateigentümer von Mehrparteienhäusern, und größere Wohnungsunternehmen mit umfangreichen Beständen.
Gefördert werden Anschaffung und Errichtung nicht öffentlich zugänglicher Ladepunkte inklusive technischer Ausrüstung, Netzanschluss, notwendiger Elektroarbeiten und baulicher Maßnahmen. Die reine Vorverkabelung wird mit bis zu 1.300 Euro gefördert. Wenn eine Wallbox installiert wird, erhöht sich die Förderung auf 1.500 Euro. Wenn bidirektionales Laden möglich ist, sodass das Auto auch als Batteriespeicher genutzt werden kann, steigen die Zuschüsse auf bis zu 2.000 Euro.
Pro Förderantrag müssen mindestens sechs Stellplätze sowie insgesamt mindestens 20% aller Stellplätze elektrifiziert werden. Förderanträge können ab dem 15.04.2026 eingereicht werden. Auf https://www.laden-im-mehrparteienhaus.de/faq-und-download/ sind alle Informationen verfügbar.
Was bedeutet das für Mieterstrom?
Zusätzliche Lademöglichkeiten lassen sich super mit Mieterstrom kombinieren. Denn Mieterstrom sorgt für günstige „Tankpreise“, weil der Strom direkt vom Dach kommt, vollkommen unabhängig von volatilen Energiemärkten und geopolitischen Konflikten. Durch die niedrigeren Kosten leistet Mieterstrom einen konkreten Beitrag dazu, die Energiewende für alle erlebbar zu machen, ganz unabhängig vom Einkommen.
Wenn Elektroautos künftig auch als Batteriespeicher genutzt werden, kann außerdem mehr Solarstrom gespeichert und dann auch spät abends noch genutzt werden – ein weiterer Schritt hin zu einer wirklich unabhängigen Energieversorgung im Gebäude.
Bildquelle: LEW (Elektroautos in der Tiefgarage laden|Donauwörth|Donau-Ries-Aktuell)