Die BürgerEnergie Nord eG verkauft grünen Strom vom eigenen Dach an MieterInnen, Kommunen, Institutionen und Gewerbetreibende. Als Genossenschaft bieten wir dabei allen Bürgerinnen und Bürgern an, mitzumachen. Denn wir wollen die Energiewende gemeinsam aktiv gestalten. Unsere Mitglieder profitieren durch den günstigen Einkauf von grüner Energie und durch die jährliche Dividende.

Das Geschäftspotenzial der BürgerEnergie Nord eG liegt in der Direktvermarktung des dezentral erzeugten Stroms, sowie der zusätzlichen Lieferung von Öko-Rest-Strom zur Vollversorgung. In einem nächsten Schritt wird dies auch ein Angebot für grüne Wärme umfassen. BEN setzt hierbei den Fokus auf das große noch ungenutzte Potential der dezentralen Erzeugung von Energie direkt bei den Verbrauchern.

 

 

Was ist Mieterstrom?

Mieterstrom bringt als dezentrale Energieversorgung von Mehrparteiengebäuden die Energiewende in die Städte und Ballungsräume. Während man bisher ein eigenes Dach besitzen musste, um selbst-produzierten Solarstrom nutzen zu können, bietet Mieterstrom nun allen BürgerInnen die Chance, von der Energiewende zu profitieren. In einem Mieterstromprojekt wird lokal erzeugter PV-Strom an BewohnerInnen bzw. an VerbraucherInnen vor Ort geliefert. So kann auf diese Weise die Stromversorgung von Wohnungen, genauso wie für der Betrieb weiterer Anlagentechnik (Wärmepumpen oder Ladestationen für Elektroautos) oder auch der Gemeinschaftsstrom aus sauberer, klimaschonender erneuerbarer Energie erfolgen.

Ob eine Immobilie für Mieterstrom geeignet ist, hängt vom Verbrauchsprofil der BewohnerInnen, der Lage des Objekts, der erreichbaren Leistung der Energieerzeugungsanlage, sowie der elektrischen und technischen Voraussetzungen der Gebäude ab. Das anteilige Verhältnis von vor Ort erzeugtem und aus dem öffentlichen Netz bezogenem Strom unterscheidet sich von Wohneinheit zu Wohneinheit. Ziel ist es, einen möglichst hohen Eigenverbrauch zu erzielen, da der vor Ort produzierte PV-Strom deutlich günstiger ist als örtliche Grundversorgertarife. Anders als beim Strombezug aus dem Netz entfallen beim Mieterstrom einige Kostenbestandteile wie Netzentgelte, netzseitige Umlagen, Stromsteuer und Konzessionsabgaben. Somit sinken direkt die Stromnebenkosten der BewohnerInnen. Gleichzeitig werden sie unabhängiger von der allgemeinen Strompreisentwicklung. Eigentümer steigern damit den Immobilienwert und erzielen Mehrerlöse.

Was ist Kommunalstrom?

Kommunalstrom bzw. kommunaler Eigenverbrauch beschreibt die direkte Nutzung von erneuerbaren Energien in öffentlichen bzw. kommunalen Liegenschaften wie Verwaltungsgebäude, Schulen und Kindergärten. Hierbei handelt es sich beispielsweise um PV-Dachanlagen, die die Einrichtungen direkt mit sauberen, klimaschonenden Strom versorgen. Da Kommunen oft nicht die Kapazitäten, die Ressourcen, das Recht oder auch das Wissen haben, solche Eigenverbrauchskonzepte umzusetzen, ist hier in der Regel ein Contracting-Partner notwendig. Dieser kann die Anlagen entwickeln, installieren und betreiben und den Strom an die Kommune verkaufen. Auf diese Weise können Kommunen nicht nur ihre Strom- und Betriebskosten erheblich senken und damit kommunale Haushalte entlasten, sondern auch den lokalen Klimaschutz als Vorbild vorantreiben. Städte und Gemeinden in Schleswig-Holstein, die in Gebäude-Solarenergie investieren, können im Rahmen eines aktuellen Solarwettbewerbes Preise im Wert von 300.000 Euro für ihr Engagement erhalten, wenn sie bis 2022 einen Zubau der Solarenergie von mindestens zehn Prozent auf privaten und öffentlichen Gebäuden belegen können.

Was ist Gewerbestrom?

Gewerbestrom bzw. Industriestrom meint den Eigenverbrauch von erneuerbaren Energien in Gewerbebetrieben, Unternehmen und Industriegewerbe. Besonders die Nutzung von Solarenergie in stromintensiven Betrieben ist wirtschaftlich attraktiv. Die eigene Stromerzeugung macht den/die  UnternehmerIn unabhängiger von Energielieferungen und Strompreissteigerungen, ein Batteriespeicher gibt Sicherheit bei Stromausfällen, ermöglicht Lastenverschiebungen und spart auf diese Weise Grundlast. Da die Stromerzeugung in der Regel nicht zum Kerngeschäft des Gewerbes oder der Industrie zählt, es an Kapazitäten und Ressourcen fehlt, kann ein Contracting-Partner die Erzeugungsanlage betreiben und den günstigen, klimaschonenden erneuerbaren Strom an den Gewerbetreibenden verkaufen.