19.01.2026

Energie aus Bürgerhand: Grüner Strom für den Sportverein TuS Holtenau

Dass die Energiewende nicht nur von großen Unternehmen, sondern auch durch Bürgerhand vorangebracht wird, zeigt der Sportverein TuS Holtenau: Künftig erzeugt eine neue PV-Anlage mit einer Leistung von 24 Kilowatt grünen Strom für den Verein und die angeschlossene Kita. Realisiert wurde das Projekt mit breiter Bürgerbeteiligung von der Bürgerenergiegemeinschaft BürgerEnergie Nord eG in Kooperation mit der Energiegenossenschaft Green Planet Energy eG.

Energiewende-Staatssekretär Joschka Knuth zeigte sich bei einem Pressetermin vor Ort beeindruckt von dem Projekt: „Die Energiewende kann nur gelingen, wenn möglichst viele Menschen vor Ort mitmachen – genau das zeigt dieses Projekt eindrucksvoll. Wenn ein Sportverein gemeinsam mit einer Bürgerenergiegenossenschaft sauberen Strom für sich und eine Kita erzeugt, dann wird die Energiewende konkret. Das Projekt zeigt auch, wie Energieversorgung demokratisch und zugleich bezahlbar realisiert werden kann. Bürgerenergie verbindet Klimaschutz mit regionaler Wertschöpfung und stärkt den gesellschaftlichen Rückhalt für den Umbau unseres Energiesystems.“

Remi Gruszka, Geschäftsführer der Green Planet Solutions, die für die Green Planet Energy die Mieterstromprojekte umsetzt, erklärte: „Mit dem selbst erzeugten Solarstrom leistet der Verein nicht nur einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz, sondern senkt zugleich langfristig seine Energiekosten. Dieses Projekt zeigt, was möglich ist, wenn engagierte Bürgerinnen und Bürger, Vereine und Energiegenossenschaften zusammenarbeiten. Gemeinsam mit der BürgerEnergie Nord haben wir hier eine Lösung umgesetzt, die Klimaschutz, wirtschaftliche Vernunft und lokale Verantwortung verbindet. Bürgerenergie ist kein Nischenmodell, sondern ein zentraler Baustein für eine erfolgreiche Energiewende. Nah an den Menschen und mit echtem Mehrwert für die Region.“

Betrieben wird die Anlage, die aus 58 Solarmodulen sowie einem Batteriespeicher besteht, von der BürgerEnergie Nord eG. Mit einem Energieertrag von über 22.000 kWh pro Jahr können mehr als 10 Tonnen CO₂ jährlich eingespart werden. Die Gesamtinvestitionen lagen bei 42.000 Euro. Der Verein kann den Strom nun für rund 27 Cent pro Kilowattstunde beziehen – und senkt damit sogar seine Energiekosten.

Tobias Dittmann, 1. Vorsitzender des TuS Holtenau, betonte die Bedeutung des Projekts: „Natürlich wollen wir unser Dach für die Stromerzeugung nutzen. Für den Klimaschutz und um unsere Stromkosten zu senken. Für die Umsetzung brauchten wir aber einen Partner. Wir freuen uns, mit der BürgerEnergie Nord jemanden gefunden zu haben, der alles aus einer Hand mitbringt: Technik, Betriebsführung und genossenschaftliche Finanzierung.“

Auch Thomas Leidreiter von der BürgerEnergie Nord unterstreicht die Vorteile: „Mit dem Solarstrom vom eigenen Dach werden der Sportverein und die KiTa sofort ungefähr 15 Prozent ihrer Stromkosten senken können. Bei steigenden Stromkosten wird diese Ersparnis sogar noch größer. Und dank genossenschaftlicher Finanzierung mussten sie die Investitionskosten nicht stemmen. Das ist für alle eine Win-Win-Situation.“

Mehr Infos zu dem Projekt gibt es hier. Solarenergie für Kieler Sportverein

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